Veranstaltung: Zwischen Eigentor und Aufstand: Ultras in den gegenwärtigen Revolten

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Die Veranstaltung findet am Samstag, den 04. Juni 2016 um 12:00 Uhr in Berlin im Mehringhof statt.

Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft stellen die Zeitschrift kosmoprolet vor und besprechen speziell den Text darin: „Zwischen Eigentor und Aufstand: Ultras in den gegenwärtigen Revolten.“

Im letzten Zyklus der Kämpfe betrat eine neue Kraft die Bühne: Organisierte Fußballfans waren an vielen Aufständen rund um den Globus beteiligt; beispielsweise in Tunesien, Ägypten, der Türkei und der Ukraine. Die Ultras nahmen an den Riots teil, ihre Lieder stifteten eine Einheit unter den Protestierenden und im Falle der Gezi-Park-Bewegung organisierte die Supportergruppe Çarşı die ersten Nachbarschaftsversammlungen. Ultras traten jedoch nicht nur bei fortschrittlichen Bewegungen hervor, sondern auch als nationalistische Schlägertrupps, wie am Beispiel der Maidan-Proteste in der Ukraine zu sehen war. Auf der Veranstaltung soll geklärt werden, wie dieser oft im besten Fall als völlig unpolitisch oder kommerzabhängig bewertete Akteur entstehen konnte und wie sein Wirken in den gegenwärtigen Unruhen einzuschätzen ist.

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Judenfeindliche Gesänge in BVB-Sonderzug zum Pokalfinale

Judenfeindliche Gesänge in BVB-Sonderzug zum Pokalfinale

Von Peter Bandermann

Dortmund/Berlin. In einem Zug zum DFB-Pokalfinale sangen Hooligans judenfeindliche Lieder und richteten schwere Schäden in den Waggons an. Ein Augenzeuge berichtet.

Auf der Internetseite Vice berichtet ein BVB-Fan über seine Fahrt in dem von der Fangemeinschaft Südtribüne georderten Sonderzug mit fast 900 Reisenden. Bei Vice und in diesem Bericht bleibt der Berichterstatter aus Sicherheitsgründen anonym, denn seine Aussagen führen in eine laut Bundespolizei gewalttätige Szene. Bei Google eingegeben, würde der Name des Zeugen zu dessen Privatanschrift und zu seinem Arbeitgeber führen. Deshalb nennen wir seinen Namen nicht.

Der Zeuge nannte Details, die nur ein unmittelbar betroffener Zeuge beobachtet haben kann – und er durchbrach ein ungeschriebenes Gesetz: „Es gehört dazu, dass unter Ultras Besprochenes und Erlebtes nicht nach außen dringt. Normalerweise halte ich mich auch daran. Aber die 20 bis 30 Mitglieder der Gruppe 0231 Riot haben eine Grenze überschritten“ – sie benutzten das Wort „Juden“ in ihren Gesängen als Beleidigung gegen Schalke- und Nürnberg-Fans. Auch abwertende Passagen über Homosexuelle waren zu hören. Die Täter hätten Drogen konsumiert.

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Social World Cup 2018

Das Crowdfunding-Video zum Projekt: Der Social World Cup 2018 ist eine alternative Weltmeisterschaft, mit 32 Amateurnationalteams. Eine sportliche Demonstration gegen die Verfehlungen im internationalen Fußball und ein Statement für den sauberen und respektvollen Umgang mit unserem Sport […]

Quelle: www.socialworldcup.com

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„Dann hätten die Nazis gewonnen“

"Kein Rassismus, keine Homophobie, keinen rechten Scheiß"

Von Hannes Hilbrecht

Sie trinken kein Bier, um nach dem Spiel noch rennen zu können. In ganz Deutschland werden alternative Ultras von Nazis aus dem Stadion gedrängt. Ein Betroffener erzählt.

Über den Rechtsruck in deutschen Fankurven haben wir schon oft berichtet. Hier lassen wir einen alternativen Ultra zu Wort kommen, der von der Gewalt betroffen ist. Er möchte anonym bleiben.

„Ich bin aktiver Fußballfan, manche würden mich als Ultra bezeichnen. Ich stamme aus dem alternativen Spektrum, bin 30 Jahre alt, nicht vorbestraft, habe studiert und einen Job. Mit ein paar Kumpels habe ich vor einigen Jahren eine Ultragruppe gegründet, im Herzen Nordrhein-Westfalens. Wir unterstützen den größten Verein unserer Stadt, der am Wochenende Zuschauer im unteren vierstelligen Bereich begrüßt. Wenn es gut läuft. Meist sind es aber deutlich weniger, was ziemlich peinlich ist.

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Das neue BFU Nr. 39 jetzt bestellen!

Blickfang Ultra 39Diesmal auf unglaublichen 164!!! Seiten:

  • Eine Ode an… die Auswärtsfahrt
  • 50 Jahre Energie Cottbus
  • Botev vs. Lokomotiv – Stadtderby in Plovdiv
  • Im Gespräch mit: The Choice & Pikobello Casuals
  • Unerwünscht?! – Das neue Phänomen der Gästeverbote
  • Interview mit Sottocultura
  • Interview mit der Wilden Horde
  • Die magischen zehn Prozent – Vom Possenspiel um die eigentlich normalste Sache der Welt
  • Matchreport: 1.FC Magdeburg vs. FC Hansa Rostock
  • Italien im Winter 2015/2016 – Großer Block mit Spiel- und Fotoreportagen
  • Streetart: 1.FC Union Berlin
  • 50 Jahre Chemnitzer FC – Zwischen Tradition und Moderne inkl. Kommentar
  • Fankongress 2016
  • Die Tragödie von Casablanca und ihre Auswirkungen exkl. Bericht vom Stadtderby
  • 50 Jahre Union Berlin
  • Matchreport: Benefizspiel zwischen dem 1.FC Union Berlin und Austria Salzburg
  • Spruchbandseiten
  • Leserbriefe
  • Matchreport: Csepel vs. Ferencvaros & Kommentar
  • Interview mit Ben aus Sochaux
  • Fußball im Iran
  • Rot-schwarz am Bosporus – Interview & Leseprobe
  • Medienecke: u.a. Interview mit den Drughi Magenta
  • Einzugsgebiete: Bayern & die Stadt München

Quelle: blickfang-ultra.de

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Hillsborough – BBC Two

Hillsborough is an in-depth, moving account of Britain’s worst sporting disaster, in which 96 men, women and children were killed, hundreds injured and thousands traumatised.

Beginning with that fateful day, 15 April 1989, the film details the horror of the tragedy, told through the experiences of those directly involved: fans, survivors, family members and police officers. Many speak publicly for the first time.

It captures the horror of the crush on the terraces, revealing the prejudices held by the police towards football fans. It exposes the police commanders‘ abject failure in leadership as the tragedy unfolded, and their deceit and determination to deflect responsibility for their failures in crowd management onto those who survived.

The documentary exposes the lack of dignity shown to bereaved families as they arrived in Sheffield to identify their loved ones laid out in body bags on a gymnasium floor. It considers the impact of the orchestrated vilification of fans in the media and, as a consequence, their public condemnation. By interviewing those involved, it recounts the 27-year campaign for justice fought on behalf of the 96 who died.

Quelle: BBC, 08. Mai 2016

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Inshallah

Von Andreas Bock

Laut, groß, blutig: Das Derby zwischen Wydad und Raja Casablanca ist nichts für Kuchenblockfans. Heute treffen die Rivalen wieder aufeinander. Wir waren im Dezember 2015 beim Hinspiel vor Ort.

Ende Dezember 2015 waren Andreas Bock und Paul Lehr in Casablanca, um das Derby Raja gegen Wydad zu besuchen. Vier Tage begleiteten sie die Ultragruppe von Wydad. Der Artikel erschien in der Februar-Ausgabe von 11FREUNDE.

»Noch ein Foto und du bist tot.«

Am 20. Dezember 2015, wenige Minuten vor Anpfiff des Derbys Wydad gegen Raja Casablanca, steht ein Mann vor der Curva Nord und meint es ernst. Jedenfalls lacht niemand, als er diesen Satz sagt, und so scheint es ratsamer, die Kamera wieder einzustecken.

Sie nennen den Mann Turan, er ist einer der führenden Köpfe der Wydad-Ultras. Später wird man erfahren, dass Turan einfach ein bisschen verrückt sei. Er möge keine Journalisten und nehme Drogen. Man solle ihn ignorieren. Aber in diesem Moment ist das schwer möglich, in diesem Augenblick fragt man sich, wo der verdammte Notausgang ist. Willkommen beim Derby Wydad gegen Raja. Willkommen in Casablanca.

Fußball ist überall auf der Welt ein Sport der großen Gefühle, eine Sache, in der Hass auf besondere Weise zelebriert wird. Es gibt wortmächtige Weisheiten über Rivalitäten, die berühmteste stammt von Bill Shankly: »Einige Leute denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich kann Ihnen versichern, dass es viel ernster ist.«

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Football is religion’s only rival in the Middle East: James Dorsey

Football is religion's only rival in the Middle East: James Dorsey

Von Arun Janardhan

In his latest book, Dorsey looks at football in the region, which overlaps with politics, protests and gender rights

While world football may be dominated by European and South American nations, the Middle East and North Africa have consistently made football news over the years. Whether it was Algeria’s shocking win over West Germany in the 1982 World Cup, or the fact that some of the biggest clubs in Europe have owners from Qatar and the United Arab Emirates.

In his latest book The Turbulent World of Middle East Soccer, James M. Dorsey, a journalist and a senior fellow at the S. Rajaratnam School of International Studies at Singapore’s Nanyang Technological University, looks at football in the region, which overlaps with politics, protests and gender rights.

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32 injured in clashes between security forces and football supporters

Von Daily News Egypt

Al-Ahly‘s football department blames sports leaders for not taking needed precautions

The casualty toll has risen from 29 to 32 following clashes between football fans and security forces at Borg Al-Arab stadium on Wednesday, Egyptian Ambulance Organisation (EAO) said in an official statement.

EAO medical respondents treated 22 fans in front of the stadium and transferred 10 others to a nearby hospital in Amerya, according to the statement. “The numbers are still preliminary,” the statement read.

Security forces fired teargas at a group of fans attempting to enter the stadium without tickets and the resulting gas led to their suffocation, according to a statement issued by the Ministry of Interior. “They were persuaded to leave. Instead, they insisted to enter which cause police to fire teargas at them,” the ministry said in a statement.

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Vor wem sich Erdogan tatsächlich fürchtet

Der Präsident hat immer Anstoß: Erdogan eröffnet die Vodafone-Arena von Besiktas Istanbul in Abwesenheit von Besiktas Istanbul

Von Michal Pilz

Es war wieder ein Deutscher. Mario Gomez dürfte Recep Tayyip Erdogan den Fußballabend mit seinen zwei Toren gegen Bursaspor verleidet haben. Gomez stürmt als Söldner für Besiktas, den Verein in Istanbul, dessen Gefolge für den Präsidenten noch weniger übrig hat als für jeden, der Fenerbahçe oder Galatasaray für eine geistige Heimat hält.

Als Erdogan das neue Stadion von Besiktas einzuweihen hatte, kam er einen Tag vor dem Eröffnungsspiel. Vor leeren Rängen schritt er hoheitsvoll über den Rasen, führte einen Anstoß aus und ließ sich feiern. Er trug einen Fanschal von Besiktas. Zum Spiel selbst, am nächsten Abend gegen Bursaspor, waren die Ultras in entsprechender Stimmung. Es kam, wie es immer kommt, sobald der Staat sich vor dem Stadion dann noch allzu herrisch auf sein Monopol beruft, Gewalt zu demonstrieren. Eskalieren, Einkesseln, Verhaften. Wasserwerfer. Tränengas.

Die Carsi sind damit vertraut. Den Ultras von Besiktas tritt die Polizei seit den Ereignissen vom Gezi-Park noch feindseliger und energischer entgegen. „Carsi sind gegen alles außer Atatürk“, sagen die Carsi. Sie sind auch dagegen, dass alles, was allen gehört, in Geld für wenige verwandelt wird.

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